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Life advices from an old bearded man RSS



Der Goldesel

Mit zusammengezogenen Augenbrauen rührt der Kunde Zucker in seinen Espresso und vermeidet dabei, Robert anzusehen, der hektisch gestikulierend auf ihn einredet - “das ist eine einmalige Gelegenheit, natürlich will ich Sie zu nichts drängen-” und dabei auf einem Zettel herumkritzelt. Sie sitzen im 43. Stock an der Glasfront eines Büroturms und betrachten das Verkehrschaos unter ihnen, welches in das rotgoldene Licht der untergehenden Sonne getaucht ist.  “Ich fürchte, ich verstehe immer noch nicht ganz” sagt der Kunde schließlich mit gereiztem Unterton und legt den kleinen Löffel auf der Untertasse ab. “Was wollen Sie mir verkaufen...?”  Robert räuspert sich kurz und bemüht sich, hastig zu erklären: “Ich weiß, dass das ungewöhnlich ist. Wenn sie in die RichBitchDonkeyWonkey CBD’s investieren, gehört ihnen ein...

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Der lausige Begleiter (Teil 3)

Mit in die Seite gestemmten Armen starren die random person und ich zu dem armen Herrn Dustewitz hinab. Zusammengekauert, ein Häufchen Elend, sitzt er an der Wand und schaut flehendlich zu uns hinauf. Arthur, der Butler, hockt miesepetrig auf einer Treppenstufe und lutscht an seinem Finger, den er sich bei dem Sturz gestoßen hat. "Ich verstehe es nicht." Sage ich zum wiederholten Mal kopfschüttelnd. "Was um alles in der Welt sollte das!?" "War DAS gerechtfertigt?!" Wirft die random person ein, um auch etwas zu sagen. "Sie wissen doch sicher, was das bedeutet." Die random person nickt eilig und fügt hinzu: "Sie können froh sein, nicht mit einer Anzeige rechnen zu müssen!!" Herr Dustewitz schluckt. "Darf ich.. darf ich kurz was sagen?" Fragt er heiser...

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Der lausige Begleiter (Teil 2)

Unser Sekretär kniete auf dem Kaminvorleger und warf mit Schrauben auf einen sehr großen, aber zarten Weberknecht auf der anderen Seite des Zimmers, der mit seinen dünnen Spinnenbeinen in Todesangst hin und her hüpfte. Statt des Weberknechtes traf unser Sekretär (Herr Dustewitz) ständig irgendwelche wertvollen Artefakte, die wir von unseren zahlreichen Weltreisen als Andenken mitgebracht hatten. Diese fielen nun rumsend um, zerbrachen klirrend explodierten und knallten ... und die uns, nun ja, warum es nicht so sagen, wie es ist, eigentlich sehr viel bedeuteten. Wie zum Beispiel die alabasterfarbene Vase aus einer südchinesischen Provinz, die wir nur durch knallhartes Verhandeln mit einem schwitzigen Zahnarzt bekommen hatten. Erst später bemerkten wir, dass auf dem Boden der Vase Rauschgift versteckt war, eine glückliche Fügung, wie ich fand,...

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Muttergefühle von Herrn Nora

"Fuck!!" Rief ich und schüttelte das Baby.  Irgendein gehirnamputiertes Meeresungeheuer hatte mal wieder seinen Pizzakarton vor meiner Haustür liegen lassen, und zwar geöffnet, mit Inhalt, und ich war reingetreten. Nun schon zum 13. Mal. Ich zog meinen Fuß aus dem geschmolzenen Käse und hüpfte auf einem Bein bis zu meinem Auto, das Baby tröstend schaukelnd. Es hatte sich beruhigt. Ich musste es nämlich zurückbringen zu seiner Mutter. Sie hatte es mir überlassen, für die Dauer ihrer Gesangsstunde, weil es nicht alleine sein durfte. Ich ließ mich hinters Lenkrad fallen, stopfte den Schlüssel ins Schloss und fuhr los. Fröhlich sitzt das Baby beim Fahren auf meinem Schoß und kichert. Ein süßes Ding, sein Name ist Moritz, ich werde es vermissen. Zeit...

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Der lausige Begleiter (Teil 1)

  Es war an einem schönen Sommertag. Ich ahnte nichts. Ich ließ mich auf einem gestreiften Liegestuhl nieder und begann, an einem gelben Wassereis zu lutschen. Vor mir ein Teich, in dem sich Enten kabbelten. Schon lange befand ich mich in einer ernsten Beziehung mit der random person, mit der ich damals liebäugelte. Zusammen bewohnten wir nun ein großes Schloss. Nur gab es ein Problem. Besagte random person, mit der ich nun mein Dasein fristete, hatte eine unangenehme Angewohnheit entwickelt. Wenn man in einer Beziehung ist, lernt man sich besser kennen. Da traut man sich auch mal was. Da ist man nicht mehr so zurückhaltend und zeigt sich auch nicht immer unbedingt nur von der besten Seite. Da mache ich...

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