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Der lausige Begleiter (Teil 5)


Ohne auf meine Anweisung zu warten, stoßen die Stalljungen Kampfgeheul aus und stürmen mit ausgestreckten Mistgabeln in die Schatzkammer. 

Ich hole tief Luft und nicke Wilhelmina zu. Wir treten ein. Und befinden uns in einer anderen Welt. Schnelle, surrende Geigenmusik empfängt uns, ich weiß was das ist: Vivaldi- der Sommer (https://www.youtube.com/watch?v=HZQ83erTHUQ) In blitzendem Stroboskoplicht erkennen wir sich ekstatisch bewegende Weberknechte, wild auf und ab springend, Ritterrüstungen und Goldmünzen schwenkend, die feinen Glieder fahl im Diskolicht aufleuchtend. Unbewusst fängt mein Kopf auch an, im Takt der Musik zu wackeln und mein Fuß tippt mit, dieses Lied ging mir schon immer unter die Haut. Einen kurzen Augenblick später bemerke ich ein paar klassische Musiker, die zwischen den Schätzen verteilt herumsitzen und offenbar für diese krasse Musik verantwortlich sind. Ein Cello schrammelt, eine Tuba bläst und eine Drehorgel leiert.

Dazu vier hektische Geiger, allesamt mit Irokesenschnitt. Eine ungewöhnliche Kombi, aber ich muss zugeben, erfrischend anders. Sind wir hier etwa auf einer illegalen Tanzveranstaltung gelandet, frage ich mich? In unserer Schatzkammer? Die Musiker nicken sich zu, das rauschhafte von Vivaldi endet abrupt und sie schlagen einen anderen Rhythmus an, plötzlich ist die Musik sehr schunkelig, wie ich es gar nicht mag. Die Weberknechte indessen jauchzen, haken sich unter und beginnen im Kreis zu hüpfen, so als würden sie traditionell um einen Maibaum oder sowas tanzen. Helle Lichtpunkte wirbeln umher und spiegeln sich in den Schätzen. Mit ihren feinen Gliedern hüpfen die Weberknechte herum, die bleichen Lippen zu glücklichen Grimassen verzogen, Spucke und Schweiß spritzt von ihnen weg und verdampft in der erhitzten, stehenden, stickigen Luft. Die Prinzessin steht mit angstgeweitetem Blick an der Wand und starrt mit über alle Maßen schockiertem Gesichtsausdruck in den Raum. Im Jihad erlebt man sowas ja auch nicht.

Ich muss zugeben, dass mich das Szenario überrascht. Ich rechnete mit blutrünstigen, gierigen Dieben, oder sogar Mördern, aber hier eine PARTY vorzufinden, übersteigt doch gewaltig meine Vorstellungskraft. Um ehrlich zu sein fühle ich mich auch ein wenig zu alt für sowas. Die Stalljungen hingegen hatten sich nur einen kurzen Moment ratlos angeblickt, dann mit den Schultern gezuckt, die Mistgabeln beiseite geworfen und ebenfalls begonnen, die Hüften zu kreisen, uuhh. In einer dunklen Ecke im Schatten eines goldenen, diamantenbesetzten Kandelabers vergnügt sich bereits einer der Jungen ziemlich ungestüm mit einem Weberknecht, dessen dürre Glieder sich besitzergreifend um seinen muskulösen, von der Arbeit im Stall gestählten Körper wickeln, während die Hand des Stalljungen gierig den faserigen Körper entlangfährt, wie ich mit gerunzelter Stirn beobachte. Nennt man sowas Sex mit Tieren? Baby, ich weiß es nicht. 

Kurzerhand beschließe ich, dem ganzen ein Ende zu bereiten und drücke auf den Lichtschalter rechts neben der Tür. Das Licht geht an, und zwar schnell, denn ich halte nichts von Energiesparbirnen. Die Musik verendet misstönend, die Weberknechte frieren in ihren letzten Bewegungen ein, und der Stalljunge im Schatten des Kandelabers springt wie von der Tarantel gestochen von dem Weberknecht weg und blickt sich schuldbewusst um, während er sich hektisch die Hose zuknöpft. Die vier Geiger fahren sich verlegen durch ihre Irokesenschnitte. Der Tubabläser bemüht sich vergeblich aus dem Mausoleum des Tutanchamuns rauszukommen, in dem er vorher ganz bequem gesessen und seine Tuba geblasen hatte, doch der Eingang ist zu klein. Ebenfalls eine dieser mysteriösen Fragen: wie kam der Tubabläser ins Mausoleum des Tutanchamuns hinein, ohne durch die Tür zu passen und wie kam die Kuh, die unsere Schatzkammer bewachen sollte, eigentlich die steile Leiter herauf, um dann in unserem Ballsaal herumzuspringen? Ich werde Arthur, den Butler, fragen. Er weiß für gewöhnlich, wie die Dinge funktionieren.

Der Tubabläser hat aufgegeben und sitzt wieder ratlos im Mausoleum. Er fiepst sehnsüchtig und starrt nach draußen. Keine Ahnung, was jetzt aus ihm werden soll. Der Drehorgelspieler, dieser fantasielose Kerl, hat sich tatsächlich als Weihnachtsmann verkleidet und macht jetzt einen auf gute Laune. "Festtagsstimmung liebe Leute, wer will zuerst am Glücksrad drehen.." Die Weberknechte allerdings haben sich, in dem Augenblick als das Licht anging, zusammengerottet und stieren aus der gegenüberliegenden Ecke misstrauisch zu uns hinüber. Manchmal stupsen sie sich gegenseitig an und kichern über irgendwas, dann starren sie wieder böse lauernd, abwartend, in unsere Richtung. 

Ich klatsche in die Hände und sage geschäftig: "So, jetzt wird hier aber mal aufgeräumt. Eine Party in unserer Schatzkammer, das geht nicht. Wie fändet ihr das denn, wenn in euren liebsten Gemächern kleine widerliche Viecher abhängen und rumspringen?! Ihr werdet hier nicht ohne eine Anzeige rauskommen, das kann ich euch gleich sagen, genauso dieses Streichquartett hier und können Sie jetzt BITTE mit diesem Gute-Laune-Quatsch aufhören." Der Weihnachtsmann verstummt. "Was ist das hier eigentlich für eine Weberknechtplage! Lästiger Staub" Murmele ich Wilhelmina unwirsch aus dem Mundwinkel heraus zu, ich werde Max, den Putzmann, anweisen müssen, besser zu putzen und so. Dafür wird er immerhin bezahlt, und darüber kann er sich glücklich schätzen, so ganz ohne Abitur und höhere Bildung, Arschloch. "Hol Max, den Putzmann!" Rufe ich der Prinzessin gebieterisch zu, die immer noch bleich an der Wand lehnt. Sie zuckt zusammen und huscht aus der Schatzkammer. Endlich kommt mal Ordnung in den Laden. Ich öffne das Fenster, eine Straßenbahn rattert unten vorbei, denn, unsere Schatzkammer liegt nicht, wie man denken könnte, in dunklen Kellergewölben, es wirkt nur so - alles teil des ausgefeilten Sicherheitsplans, den ich mit dem Secret Service erarbeitet habe, damals, kurz nachdem John F Kennedy erschossen wurde, aber das ist natürlich eine andere Geschichte. Eine frische Brise weht durch die Schatzkammer und Tageslicht erhellt die müden Gesichter der Musikanten, das Gold und Platin wirkt nun auch gleich viel staubiger und viel weniger eindrucksvoll, als gerade eben noch in den blitzenden Stroboskoplichtern. Die Weberknechte sind nun in ihrer Ecke hektisch am diskutieren, ich kann mir denken, worüber, immerhin habe ich ihnen gerade jede Würde genommen und sie als lästigen Staub bezeichnet, obwohl einer von ihnen gerade sogar noch mit meinem Stalljungen geknutscht hatte, sowas macht kein Staub. Der Tubabläser sitzt zusammengekauert im Mausoleum und wird nur von einem schmalen Strahl Licht getroffen, welches durch den kümmerlichen Eingang fällt, durch den er nie hindurchpassen wird, vor allem nicht mit seiner Tuba. Die Geiger stehen herum und unterhalten sich angeregt über "Jörg" und der als Weihnachtsmann verkleidete Drehorgelspieler gönnt sich Studentenfutter aus einer kleinen Tüte. 

Da kommt die Prinzessin mit Max, dem Putzmann, zurück, der bedrohlich einen Staubwedel, der aussieht wie ein riesiges graues Gespenst, schwingt. Als er die Weberknechte erblickt, reißt er, vermutlich um sie zu gruseln, den Mund auf und entblößt ein furchterregendes Gebiss mit erschreckenden Eckzähnen- wir versäumten es, ihn bei seinem Vorstellungsgespräch zu fragen, zu wie viel Prozent er ein Vampir ist, eine Frage, die wir normalerweise immer stellen. Er rennt aufheulend auf die Weberknechte zu und haut mit dem Staubwedel auf sie ein. Kein Wunder, dass im Schloss nichts sauber wird, wenn er so putzt. Ich beschließe, ihn zu der Fortbildung "Putzen im 21. Jahrhundert" zu schicken, von der ich schon viel Gutes gehört habe, und die Kosten von seinem nächsten Gehalt abzuziehen. Von den Schlägen überrascht, purzeln die Weberknechte erstmal übereinander. Auch sie hatten eine fegende Bewegung erwartet. 1:0 für Max, okay. Die Weberknechte sind sehr groß, aber doch sehr fein und leicht. Aber sie sind nicht so dumm, wie sie aussehen! Als der anfängliche Überraschungsmoment vorüber ist, organisieren sie sich rapide, wie damals die Fabrikarbeiter, um der herrschenden Klasse zu trotzen, ein Moment, der mir noch immer bitter im Magen sitzt. Und dann herrscht Krieg. Für einen kurzen Augenblick erwäge ich, einfach das Licht wieder auszumachen und mich dem unvermeidbaren zu stellen. Aber Feigheit ist eine Todsünde, und so mache ich mich bereit für den Kampf. 

Die Musiker spielen einen Tusch. Die Weberknechte hüpfen aufeinander und bilden schwindelerregend schnell eine schwankende Pyramide. Dann springt der, der oben ist, mit einem schrillen Schrei auf uns hinab. Toll, denke ich mir, als das dürre Geschöpf auf mir landet und ich so gut wie nichts spüre. Der Weberknecht krallt sich in meinem Haupthaar fest, was schon ein wenig ziept, aber nicht annähernd schmerzhaft ist. Ich greife nach oben, packe den Weberknecht, und zerquetsche ihn. Wenn man Grausamkeiten vermeiden kann, dann bitte, aber manchmal muss man einfach ein Exempel statuieren, und die Genfer Konventionen gelten HIER, so lange alle ihre Füße unter meinem Esstisch haben, ganz sicher nicht. Ich bin ein grausames Stück Mensch, jaja, aber nichts im Vergleich zu der wilden Wilhelmina, die in atemberaubender Geschwindigkeit Rollen unter das goldene Schachbrett, welches noch aus dem Besitz von Ramses, dem ägyptischen Pharao, stammt, montiert hat und damit nun durch die Schatzkammer skatet, in der Hoffnung, ein paar von den kleinen, feinen Füßchen der Weberknechte zu erwischen. Die Stalljungen stoßen ihre Mistgabeln in alles, was sich bewegt. Gut für die Weberknechte, dass die Zinken der Mistgabeln viel zu weit auseinanderstehen, um ihnen ernsthaften Schaden zuzufügen. Die Pyramide fällt zusammen, als die untersten Weberknechte halsüberkopf versuchen, der skatenden Wilhelmina zu entkommen. Zum zweiten Mal purzeln alle übereinander. Eine intelligente Kriegsführung sieht anders aus, denke ich missbilligend, da ich - generell- ernst zu nehmende Gegner bevorzuge, sonst habe ich das Gefühl, meine Zeit zu verschwenden. "Okay" Sage ich und bemühe mich, einen extra gelangweilt klingenden Ton anzuschlagen. "Ich denke, der Sieger ist klar." Die Weberknechte nicken mürrisch und lassen sich in Handschellen abführen, die die Stalljungen schnell hervorgezaubert hatten ("Handschell Handschell fidibus, erscheinet hier zack zack mit dem Bus"). Die Frage ist jetzt natürlich- sollen die Weberknechte direkt in den Gulag geschickt werden, in den Norden Sibiriens, zum Arbeiten, natürlich, oder wollen wir ihnen, jetzt, da da oben eh alles aufgebaut ist, gemeinsam mit dem Herrn Dustewitz den Prozess machen? Ich entscheide mich für die letztere Variante. Beim Stichwort Sibiriens denke ich sehnsüchtig an den Bildband Grönlands zurück, der in der Bibliothek wohl noch eine Weile auf mich warten müssen wird. 

Gemeinsam trotten wir also alle nach oben, nur den Tubabläser lassen wir im Grab des Tutanchamuns zurück, da er ja nicht durch den Eingang passt. Den ganzen Weg über nach oben hören wir ihn noch verzweifelt in die Tuba heulen, so als würde ein riesiges Schiff gerade in einen Hafen einlaufen, denn in der Verzweiflung mangelt es ihm offenbar an Kreativität und Feingefühl, etwas anspruchsvolleres zu spielen. Das kann man ja auch irgendwie verstehen. Max bleibt zurück und putzt noch ein wenig.

Unsere Prozession ist auf die vier Geiger, den Weihnachtsmann, der seine Drehorgel hinter sich herzieht -das war vielleicht ein Aufwand, diesen Leierkasten die Leiter hochzukriegen - den Cellisten und die zahlreichen Weberknechte angewachsen, die in Handschellen mit gesenkten Köpfen von den Stalljungen hinter uns her geführt werden. Ich kann sie leise tuscheln hören. Das macht mich wütend. Ich will wissen, was sie sagen. Aber ich zügele mein Temperament und haue im Vorbeigehen nur eine Vase vom Sockel, um kurzfristig meine Wut loszuwerden.

Kurz darauf befinden wir uns wieder im Ballsaal.  

Wie ich es mir hätte denken können, hat es die random person natürlich in der Zwischenzeit nicht geschafft, für Ordnung und eine Aufrechterhaltung der Disziplin zu sorgen. Das Tribunal hat sich zu einem ausgeuferten Picknick entwickelt. Alle sitzen in Grüppchen auf dem Boden, schlecken Wassermelonen und essen Käse. Die Kuh steht glücklich in der Mitte und leckt schwanzwedelnd ein Glas Nutella aus, während der Schülerpraktikant vornübergebeugt unbeholfen an ihren Zitzen zupft und drückt, um mehr Milch für Arthur, den Butler und Erdogan zu zapfen, die zappelig hinter ihm stehen und warten. Herr Dustewitz liegt wohlig stöhnend mit geschlossenen Augen auf einer türkisfarbenen Samtcouch in den Armen des Folterknechtes, der ihm zärtlich die Glatze streichelt, scheinbar hat er Gefallen an den Liebkosungen gefunden und macht es jetzt ganz freiwillig. Meine Augen wandern auf der Suche nach der random person durch den Raum, doch ich kann sie nirgends entdecken. Da kommt Mandy, unsere Köchin, herein, die Arme überladen mit Tuben von Weltraumnahrung, offenbar um sie zum Picknick beizusteuern, und ich frage sie kurzerhand, ob sie die random person gesehen hätte. Sie grinst kaugummikauend und sagt: "Bathroom". Ich atme auf. Die Verdauungsprobleme der random person waren schon immer ein leidiges Thema in unserer Beziehung, und ich habe schon längst beschlossen, da kein Fass mehr aufzumachen. Ich werde also erstmal die Ordnung wieder herzustellen, damit das Tribunal beendet werden und ich zu meinem Bildband Grönlands in die Bibliothek zurückkehren kann. Anschließend wird dann hoffentlich ENDLICH Zeit sein für ein Schäferstündchen mit der random person auf dem Kaminvorleger, um unsere Differenzen zu beseitigen und uns mal wieder ein wenig näher zu fühlen. 

Ich zerre die Weberknechte und die Musikanten mithilfe von Wilhelmina und den Stalljungen aufs Podest. Dann hau ich wie besessen auf den Gong ein. Schlagartig herrscht Stille, Erdogan glotzt perplex zu uns hinauf, ein Stück Melone fällt ihm aus dem offenen Mund. Ich bin ein wenig gereizt, und will die ganze Sache schnell hinter mich bringen. "Herr Dustewitz, setzen Sie sich bitte aufrecht hin, auch Ihnen gilt dieses Tribunal!" Fahre ich ihn an, erschrocken zuckt er zusammen, aus seinem wohligen Genuss gerissen, der Folterknecht wirft mir einen vorwurfsvollen Blick zu und drückt ihn beschützend an sich. Dann fällt Herrn Dustewitz Blick auf die gefesselten Weberknechte, die ihn mit glühenden Blicken gierig mustern, denn sie spüren seine Angst. Er quiekt, dreht sich um und verkuschelt sich im massigen Brusthaar des Folterknechtes, der ihm beruhigend über den spärlichen Haarkranz streichelt und "ist ja schon gut, es ist alles gut, ich bin ja bei dir" murmelt. Ich hole gereizt Luft, blicke hinab zu meinen verwirrten Bediensteten und sage: "So. Wir fanden in unserer Schatzkammer in den tiefsten Kellergewölben des Schlosses diese Eindringlinge vor. Zwar haben sie nichts entwendet, aber stattdessen eine wilde Party gefeiert und sich ziemlich amüsiert." Einer der Geiger räuspert sich, ich schleuder ihm einen wütenden Blick entgegen und schreie "WAS", er nuschelt: "Können wir vielleicht was vorspielen? Vielleicht gefällt es euch, und wir können als Hofmusiker bleiben..." "Ohja!" Rufe ich erfreut und verschränke die Arme vor der Brust. "Spielt nochmal den Sommer von Vivaldi bitte, ja, aber mit Gefühl!" Ich hebe die Augenbrauen und blicke die Musiker erwartungsvoll an. Sie tauschen einen schnellen Blick, räuspern sich, heben die Instrumente- und los gehts!! 

Von der Musik mitgerissen fangen auch die Weberknechte wieder an zu tanzen, natürlich mit eingeschränktem Bewegungsspielraum, da sie Handschellen tragen, so wackeln sie in einer Reihe auf dem Podest mit den Hüften und knicken im Takt die spitzen Beinchen ein und aus. Der Drehorgelspieler ist auch wieder ganz in seinem Element, sein weißer Weihnachtsmannbart flattert im Wind während er kraftvoll an dem Leierkasten dreht und mit geschlossenen Augen sämtliche Instrumentalparts mitsingt (es gibt nur Instrumentalparts). Der Cellist, eine eher unscheinbare Drag Queen in strengem Bürooutfit, spielt ganz für sich, aber sehr kraftvoll, und lässt den Cellobogen in langen, fließenden Bewegungen mal zärtlich, mal brutal, über die Saiten gleiten. Ich grinse zufrieden, setze mich zu Herrn Dustewitz auf die türkisfarbene Samtcouch und lehne mich zurück. Endlich kann ich mich entspannen, denke ich, doch dann....