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Die Magensonde (28)


Eine kurze Zeit später hört man ein merkwürdiges Summen.

Die Tür geht auf und ein komisches Flugobjekt fliegt in den Raum. 

Es sieht aus wie ein großer Magen. 

Hinterher kommt der Arzt, mit einer Fernbedienung in der Hand, laut am Gackern. Er lässt das Flugobjekt wilde Loopings fliegen.

"Das ist eine Magensonde?" Fragt der Dickbäuchige erstaunt.

Der andere Arzt, der in dem Raum geblieben war, nickt säuerlich.

Ein paar Minuten noch lassen sie dem Arzt seinen Spaß, dann räuspert sich der Graf hörbar. Er sagt: "Wie wäre es, wenn Sie dem Wasserkocher jetzt die Magensonde geben."

Widerwillig setzt der Arzt zu einem steilen Landeanflug an. Die Magensonde knallt auf den Boden, ist aber nicht kaputt.

"Bitte" sagt der Arzt, und gibt die Sonde Joao, der das Ding verwundert beäugt und betastet und dabei murmelt: "Hallo wer bist denn du".

Der Wachmann hüpft in die Luft und stößt einen Freudenschrei aus. Der Form halber fallen sich die beiden Ladies auch um den Hals.

"Gut." Sagt der Graf L'Hannes von Techtelmechtel. "Es wird jetzt auch wieder Zeit für mein tägliches Techtelmechtel - Schatz- bist du bereit?" Fragt er, an Lady von Techtelmechtel gewandt, die vornehm nickt, frech zwei Finger vor den Mund hält, die Zungenspitze durchstreckt und auf und ab bewegt. 

"Hier- ich gebe euch meine Adresse. Kommt doch morgen zu uns. Wir haben für den Abend eine Wildschweinjagd angesetzt, das wird euch sicher Freude bereiten."

Joao hält die Luft an und presst dann hervor: "Aber die sind vom Aussterben bedroht!!"

Der Graf lacht höhnisch. "Jetzt glauben Sie mal nicht alles, was man ihnen in der Schule erzählt. Im Iran vielleicht, hier nicht."

Und mit diesen Worten richtet er sich auf. "Darf ich Sie jetzt bitten, uns allein zu lassen. Wir brauchen unser Techtelmechtel. Hier ist die Adresse." Er reicht ihnen ein Stück Papier.

Sie verlassen im Gänsemarsch das Zimmer und hören dann nur noch lautes Stöhnen und Schnaufen. Im Zimmer sitzen ja auch immer noch die beiden Kinder mit den großen Kulleraugen, was die schon alles mitkriegen müssen, in ihren jungen Jahren.


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